Hofrundgang mit Wow-Effekt

Auch wenn es etwas nieselt, marschieren wir nach draußen, um die anderen Hof-Schätze zu besichtigen. Wow – echt beeindruckend!Wenn ich da in der Stube bei Mama Anna beim Nußknacken sitzengeblieben wäre, hätte ich so einiges nicht zu Gesicht bekommen.

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Zum Beispiel den 50 Jahre alten CLAAS Mähdrescher, der seine Dienst noch immer bei der Roggen-Ernte leistet, oder auch den alten Steyr 15er Traktor mit Holzanhänger, der für die Graseinbringung verwendet wird.

Kaspergut Innviertel Urlaub am Bauernhof

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Die Gerätschaften sind zwar alle schon älter, sind aber nach wie vor im Einsatz. Durch die regelmäßige Nutzung der Maschinen werden sie am Leben erhalten und leisten wertvolle Dienste.

Auch eine alte Wandersäge aus Scheffau und ein Seitengatter aus Kärnten befinden sich am Hof. Diese beiden Hilfsmittel werden genutzt, um ganze Baumstämme für die weitere Verwendung zu zerteilen.

 

 

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„Gut Holz“ heißt es dann auch für mich neben der Säge. Eine alte Kegelbahn mit Holzkegeln und Holzkugel erfordern meine Zielgenauigkeit und Treffsicherheit. Alle neun Kegel mit einem Wurf umzuwerfen ist mir leider nicht gelungen. Aber das Schöne ist, man bleibt kontinuierlich in Bewegung, da die Holzkegel – nicht wie in den modernen Bowlingbahnen üblich – automatisch aufgestellt werden, sondern händisch.

Kaspergut Innviertel Urlaub am Bauernhof

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Ausgekegelt!  Hans zeigt mir noch die „Gmachlmühle“, die er von der ehemaligen Klaushofmühle in Faistenau bekommen hat. Er hat sie wieder aufgebaut und am Hof in ein kleines Nebengebäude integriert und funktionstüchtig gemacht. Der Name „Gmachlmühle“ bedeutet nichts anders, als dass sich die Mühle in einem Raum – einem eigenen „Gemach“ – befunden hat. Interessant zu wissen! Wie sie früher funktioniert hat und wie Roggen gemahlen wurde, sehe ich bei der Vorführung von Hans.

Kaspergut Innviertel Urlaub am Bauernhof

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Im Laufe der Zeit wurde auch ein eigener Verarbeitungsraum geschaffen und mit einem Kühlraum, einem Zerlegeraum und einer Selch bestückt. Hier werden im Sommer Ziegenfrischkäse, Ziegentopfen, Speck vom Mangalizaschwein oder auch Geselchtes hergestellt. Ich darf natürlich gleich von den Köstlichkeiten probieren!

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Dörren im Dörrhäusl – Obst haltbar machen

Ein neu errichtetes Dörrhäusl (2016) hat am Nachmittag meine ganze Aufmerksamkeit gewonnen. Toll schaut das aus und wirkt, als ob es schon ewig an diesem Platz stünde.

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„Ach, das war ganz einfach zu bauen“, erzählt mir Hans. Man braucht nur einen Schamottofen und unterhalb sowie oberhalb einen gedeckten Raum, der sich erhitzen lässt. Starke Holzpfosten bieten sich hier natürlich am besten als Überbau an. Und dann macht Hans auch schon Feuer unter der Hütte.

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Währenddessen wir warten, dass sich im Dörrhäuschen eine Temperatur von 50 Grad einstellt, zeigt mir Elisabeth, welches Obst sie zum Dörren verwendet. Sie hat bereits einen Korb mit grünen, ein bisschen säuerlichen Äpfeln vorbereitet.

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Ein Apfelspalter erleichtert die Zerlegearbeiten und trennt das Gehäuse vom Fruchtfleisch. Lange Holzschütten stehen schon am Tisch parat, in die wir die Apfelspalten nach und nach schlichten.

 

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Auch Zwetschken und Kletzen gesellen sich noch hinzu. Kletzen? Wer diese Birnensorten nicht kennt, sollte sie unbedingt mal probieren.

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Elisabeth hat einige gut gereifte Kletzenbirnen für uns gesammelt. Wenn die Birne „doigad“ ist (braun ist) hat sie die richtige Reife zum Essen und zum Dörren. Durch die braune Farbe glauben viele, dass die Birne verfault ist – ganz im Gegenteil – sie ist wahnsinnig süß und fruchtig.

 

Dörrt man die Kletzenbirne, ist sie eine wichtige Zutat für das köstliche Kletzenbrot. Aber jetzt rein mit den Holzschütten ins Dörrhäusl.

Kaspergut Innviertel Urlaub am Bauernhof

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Je nach Konsistenz-Wunsch braucht das Obst zwei bis vier Tage bis es fertig ist.

Wie so ein Dörrhäusl genau funktioniert, schildert mir Gastgeber Hans.


G’schmackiges Kletzenbrot – wenn Gutes entsteht

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